360° Panorama

Genaugenommen passt das Wort „Panorama“ (altgr. Für „Allschau) wohl am besten für die auch als Rundbilder bezeichneten 360° Panoramen. Sie stellen einen kompletten Rundblick dar und besitzen somit links und rechts keinen Anfang und kein Ende. Wird auch von oben bis unten alles (180°) aufgenommen, stellen diese Bilder alles dar, was sie zur Aufnahme umgeben hat. Ein solches Panorama kann verschieden dargestellt werden. So etwa mit der sogenannten Mercator-Projektion, die auch die meisten Weltkarten verwenden. Dabei wird das Bild verzerrt, je weiter nördlich/oben beziehungsweise südlich/unten man hinsieht. Alternativ lässt sich das Bild auf eine Kugel projizieren, ähnlich einem Globus, mit dem Unterschied, dass man nicht von außen darauf sieht, sondern von der Mitte heraus. Mit dieser Betrachtung gibt es keine Verzerrungen und als Betrachter kann man sich in alle Richtungen wenden. So wie man es etwa aus „google Streetview“ kennt. Dargestellt werden kann dies auf dem PC, Laptop, Handy, Tablet und auch in einer VR-Brille. In letzterer wird es manchmal fälschlicherweise 3D-Panorama genannt. Doch auch wenn eine Kugel dreidimensional ist, ihre Oberfläche bleibt 2D und somit das Bild auch platt. Der/die Betrachter*in bekommt nie das Gefühl, dass seine/ihre Umgebung „greifbar“ wäre. Die Erstellung eines solchen Panoramas ist deutlich simpler als „echtes 3D“ und damit auch kostengünstiger. Wenn Sie ein Angebot wünschen, nützen Sie gerne unser Kontaktformular.

Echtes 3D?

Wie angesprochen werden 360°Panoramen in VR fälschlich als 3D bezeichnet. Echte dreidimensionale Panoramen werden hingegen „stereoskopisch“ genannt und geben für das linke wie auch das rechte Auge unterschiedliche Bilder an. Wenn man ein entsprechendes Anzeigegerät besitzt (etwa eine VR-Brille), lässt sich so wirklich in die Szene eintauchen. Wenn wir unsere Hand ausstrecken und auf den Daumen mal mit dem einen, mal mit dem anderen Auge geschlossen sehen, dann verändert er scheinbar seine Position. Dies wird als Parallaxe bezeichnet. Durch den Abstand der Augen ergibt sich ein unterschiedlicher Winkel auf ein betrachtetes Objekt – wir sehen es von anderen Seiten. Das wird benötigt um räumlich (also 3D) zu sehen. In der Panoramafotografie müssen Parallaxenunterschiede normalerweise vermieden werden, damit man mehrere Bilder ohne Fehler zusammensetzen (stitchen) kann.

Retina

Unsere Netzhaut, die Retina, legt mit ihren Fotorezeptoren die Auflösung fest, die wir im Stande sind zu sehen. Im Durchschnitt sind das etwa 30-60 Linien pro Winkel-Grad bei normalsichtigen Menschen. Umgerechnet auf 360° müsste ein Bild somit etwa 10800 bis 21600 pixel besitzen, damit unser Auge keinerlei „Pixel“ mehr wahrnehmen kann. Dies entspricht in etwa dem 7 bis 30fachen der 4K Auflösung. Selbst professionelle All-in-one-360°-3D Kameras liefern maximal 8K und damit 2-7fach weniger als unser Auge zu sehen vermag. Hier bei retinafotoVR bieten wir Auflösungen bis zu 16K (also viermal höher als 8K) in Spiegelreflexqualität an. Damit sind Sie für die Zukunft gewappnet! Auch wenn derzeit handelsübliche Geräte noch nicht ausreichend hoch auflösende Displays besitzen, können Sie sich so sicher sein, dass Ihre Bilder/Tour(en) mit jeder folgenden VR/AR-Brillengeneration an Schärfe gewinnen und noch besser aussehen!

VR-Brillen

Die reine Darstellung von 360° Panoramen (2D und 3D/stereoskopisch) gelingt grundsätzlich auf jeder VR-Brille und – sofern es das Smartphone unterstützt – auch mit einer Brillenhalterung, die ein (hochauflösendes) Smartphone „einspannt“. Dies gilt auch für Touren, die sich direkt auf Webseiten einbinden lassen. Wenn es hingegen darum geht mit interaktiven Touren Menschen zu begeistern lässt sich das Feld stärker eingrenzen. In Zusammenarbeit mit VR tourviewer werden derzeit alle Oculus Brillen (Go, Quest, Rift, Rift S) sowie GearVR unterstützt. Ist höchstmögliche Auflösung gefragt sind zudem individuelle Lösungen möglich.